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Gefahrguttransport mit einem telematischem System: Umweltkatastrophen kann man vorbeugen

Man hört von zahlreichen Fällen, wo beim Transport auf der Straße hochgiftige Stoffe in die Umwelt gelangen, weil der das Gefahrgut transportierende Laster beschädigt wird oder der Tank undicht ist. Ob es sich um Sprengstoff, ätzende Flüssigkeiten oder Gase unterschiedlichen Typs handelt, der Transport von Gefahrgut ist immer risikoreich. Bei solchen Ladungen ist es von existentieller Bedeutung, dass die gesamte Transportkette streng kontrolliert wird, da schon die kleinste Unaufmerksamkeit oder auch ein zu spät bemerkter Mangel zu einer Katastrophe führen können. Die Erfahrungen von WebEye zeigen jedoch, dass bei der Anwendung von entsprechenden Alarmanlagen der Tragödie in vielen Fällen vorgebeugt werden kann.

Der Transport von Gefahrgut auf der Straße wird durch ein EU-Übereinkommen namens ADR geregelt, das auch die ausführlichen Vorschriften zu den gefährlichen Stoffen, zum Transport und zu den Transportmitteln enthält. Die geltenden Bestimmungen werden alle zwei Jahre auf den neuesten Stand gebracht, damit die Lagerung und der Transport von gefährlichen Stoffen zu jeder Zeit auf möglichst zeitgemäße Weise durchgeführt werden.

„ADR unterscheidet neun unterschiedliche Gefahrgutklassen, und jede von ihnen erfordert spezielle Transportbedingungen. Jeweils ganz andere Tanks werden für den Transport von Gasen, Flüssigkeiten, entzündlichen und ansteckenden Stoffen benötigt, und in jedem Fall besagt die Grundregel, dass sie auf keinen Fall in die Umwelt gelangen dürfen. Beim Transport von Gefahrgut muss man in besonderem Maße auch auf die Umweltbedingungen des Transports achten. Für darauf empfindlich reagierende Stoffe kann eine zu starke Licht- oder Wärmeeinwirkung, die Luftfeuchtigkeit oder auch das Rütteln des Kraftfahrzeugs ein Problem bedeuten. Bei Gasen muss man ständig auf den Druck an den Ventilen achten, aber auch bei Stoffen in flüssigem Aggregatzustand ist die Verhinderung des Austretens von ganz großer Bedeutung. Deswegen ist es wesentlich, dass das Transportunternehmen diese Parameter ständig überwacht, so wird sofort bemerkt, wenn sich bei den Daten ein Abweichen von der Norm ergibt, und bei Problemen kann der Fahrer sofort Gegenmaßnahmen ergreifen.“ – – betont Herr Bagossy, der Experte von WebEye.

Mit der zunehmenden Verbreitung von intelligenten Verkehrssystemen lässt sich die Informatik so gut wie noch nie in die Transportaufgaben integrieren, was auch in verstärktem Maße beim Transport von Gefahrgut von Bedeutung ist. Die zeitgemäßen telematischen Lösungen können über die Position und die Geschwindigkeit der Fahrzeuge hinaus schon hochsensible Melder erfordernde Probleme anzeigen, die eine Person oft erst bemerken würde, wenn es schon zu spät ist. „Leider kommt es vor, dass das Austreten von Stoffen aus dem Tankwagen vom Fahrer erst bei seinem nächsten Halt bemerkt wird, wenn es schon zu spät ist. Die telematische Datensammlung in Echtzeit bietet für dieses Problem eine Lösung, da sie bei jeder noch so kleinen Abweichung sofort einen Alarm auslöst.“ – sagte der Experte.

Während bei sonstigen Lieferaufgaben eine Unaufmerksamkeit dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer vor allem materiellen Schaden zufügt, kann der unsachgemäße Umgang mit Gefahrgut sogar zu schweren Naturkatastrophen führen. So ist der Transport solcher Ladungen mit viel größerer Verantwortung verbunden, es ist also kein Zufall, dass diejenigen Fahrer, die Gefahrgut transportieren, an regelmäßigen Fortbildungen und Vorbereitungskursen teilnehmen müssen.

István Szegedi, der Leiter von Szegedi Trans, sagte:„Seit Jahren beschäftigen wir uns mit dem Transport von Gefahrgut, und unsere Erfahrungen zeigen, dass sich in zahlreichen Fällen die Verwendung von verkehrsinformatischen Systemen als nützlich erwiesen hat. Vor ein paar Jahren passierte Folgendes: Wir transportierten Narkosegas, und nachdem wir den Transport ausgeführt hatten, meldete uns unser Partner, dass die Ware nicht angekommen sei. Das Verschwinden einer solchen Ladung würde ein ernsthaftes Problem bedeuten, Wir verfolgten die mit GPS gesammelten Daten zurück, und es stellte sich ganz klar heraus, dass wir die Ladung ordentlich übergeben hatten, uns also keinerlei Versäumnis vorgeworfen werden konnte. Diese Daten wurden auch vom Partner akzeptiert. Da beim Transport von Gefahrgut jede daran mitwirkende Person auf ihrem Gebiet die volle Verantwortung trägt, ist es sehr wichtig, dass neben der Einhaltung der Regeln so auch der reibungslose Ablauf unserer Arbeit von uns gewährleistet wird.“

„Dabei haben die Fahrer eine hervorgehobene Rolle im Prozess, da ja sie es sind, die über Stunden mit den unterschiedlichen gefährlichen Stoffen unterwegs sind. Jeder unserer Fahrer verfügt über eine ADR Prüfung, das ist eine Vorbedingung für die Durchführung von Gefahrguttransporten. So können sie bei gegebenenfalls auftretenden Schwierigkeiten fachgemäß reagieren. Da ADR alle zwei Jahre auf den neuesten Stand gebracht wird, nehmen auch unsere Fahrer an regelmäßigen Fortbildungen teil. Zuletzt wurden zum Beispiel zum 1. Januar 2013 die Regelungen geändert.“ – fügte er hinzu.